Bericht Vereinsabend 13. Februar - Seltene Aquarienfische – damals (2009) und heute (2026)
Am 13. Februar 2026 fand der reguläre Vereinsabend des Aquariumclubs Ried statt. Den Abend prägte ein spannender Vortrag unseres Obmanns Markus Wierer, der seinen Vortrag aus dem Jahr 2009 über seltene Aquarienfische wieder aufgriff und zeigte, was sich in den vergangenen 17 Jahren verändert hat – sowohl in der Aquaristik allgemein als auch in seiner eigenen Haltungspraxis.
Beifänge – im Fokus: Copella
Ein eigenes Kapitel widmete Markus diversen Beifängen, die bei Importlieferungen mitgekommen waren. Besonderes Augenmerk galt dabei der Gattung Copella, die er selbst erfolgreich nachgezüchtet hat. Diese kleinen Salmler erfreuen sich in der Liebhaberszene einer wachsenden Beliebtheit und stellen züchterisch eine reizvolle Herausforderung dar.
Raubsalmler: Pocilocharax weitzmani
Die Art Pocilocharax weitzmani, ein Vertreter der Raubsalmler, hat sich seit 2009 als gängiger Aquariumfisch etabliert und ist heute deutlich regelmäßiger im Handel anzutreffen als noch vor eineinhalb Jahrzehnten. Ebenfalls erwähnt, wurde der sog. Fliegensalmler, der durch sein auffällig großes Maul charakterisiert wird.
Barben: Rasbora einthovenii
Als Gegenbeispiel einer Art, die sich trotz früherem Interesse nicht dauerhaft im Aquaristikmarkt etablieren konnte, nannte Markus Rasbora eindhofenii. Diese Barbenart ist nach wie vor eine Rarität und hat den Weg zum regulären Aquariumfisch bislang nicht gefunden.
Kardinalfische: Tanichthys albonubes
Im Bereich der Kardinalfische hat sich das Angebot seit 2009 deutlich verbreitert. Mittlerweile wurden einige neue Arten eingeführt, und das Interesse in der Aquaristikszene wächst stetig. Kardinalfische gelten als farbenprächtige Bewohner für bepflanzte Aquarien und stoßen bei Liebhabern auf große Zustimmung.
Raubfische
Chaca chaca (Großmaulwels): Dieser indische Raubwels ist mittlerweile als Deutsche Nachzucht (DNZ) erhältlich, was einen bedeutenden Fortschritt gegenüber der Situation im Jahr 2009 darstellt. Weitere verwandte Arten sind gelegentlich verfügbar.
Schlangenkopffische (Channa): Besonders beeindruckend ist die Entwicklung bei den Schlangenkopffischen. Waren 2009 gerade einmal vier Arten regulär verfügbar, sind es heute 17 Arten, die jederzeit im Fachhandel erhältlich sind – eine bemerkenswerte Erweiterung des Angebots innerhalb von 17 Jahren.
Fazit
Der Vortrag von Markus Wierer war ein gelungener Rückblick, der eindrücklich zeigte, wie dynamisch sich die Aquaristik in den vergangenen 17 Jahren entwickelt hat. Manche Arten haben den Sprung vom Exoten zum Aquariumfisch geschafft, andere sind trotz anfänglichen Interesses Raritäten geblieben. Der Abend war informativ, unterhaltsam und regte zu Diskussionen unter den Vereinsmitgliedern an.